Nachteilsausgleich

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Das Gesetz 7600 „Gleichberechtigung in den Möglichkeiten für behinderte Menschen“ wurde am 29. Mai 1996 in der offiziellen Zeitung La Gaceta veröffentlicht. Aufgrund dieses Gesetzes können Personen mit einer Behinderung auf ihre Rechte bestehen und Zugang zu den verschiedenen sozialen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Bereichen erhalten.

Was ist ein Nachteilsausgleich?

Es handelt sich um eine Anpassung des Erziehungsangebotes an die Eigenschaften und Notwendigkeiten jeden Schülers, um die individuellen Unterschiede zu berücksichtigen. Sie wird individuell angepasst und von Lehrern für die Schüler, die sie benötigen, angewendet.

Gegenwärtig werden zwei Arten von Nachteilsausgleich an der Schule angewendet:

Zutritts- Nachteilsausgleich

Dies sind Veränderungen und/oder Unterstützung hinsichtlich Sondermittel, Materialien oder alternative Kommunikationssysteme, um dem Schüler die Informationen weiterzugeben.

Beispiele:

  • Rampen oder Aufzüge in den Gebäuden
  • Texte mit einer größeren Schrift
  • Hörgerate, Lupen, Kassettenrekorder/CD-Player, Laptops usw.
  • Anwendung von verschiedenen Stiften
  • Sondermobiliar, den körperlichen Bedürfnissen entsprechend
  • Braille-System
  • Sonderplatz (Schreibtisch) aufgrund der physischen oder emotionalen Verfassung
  • Nutzung eines Computers

Nicht auffällige Nachteilsausgleiche:

Sie verändern nicht grundsätzlich die Lehrpläne. Die Lehrer handeln dementsprechend und bieten angemessene Lernsituationen an, um die besonderen Bedürfnisse der Schüler zu berücksichtigen. Es handelt sich um Anpassungen der Methodik, nicht um Veränderungen des Lehrplans.

Beispiele:

  • dem Schüler zusätzliche Zeit für die Klassenarbeiten geben
  • den Schüler in die Nähe des/der Lehrer/innen setzen
  • die Rechtschreibung nicht korrigieren
  • die Benutzung eines Wörterbuches erlauben
  • die Anzahl der Übungen reduzieren
  • wenn nötig einen separaten Klassenraum reservieren
  • den Inhalt der Klassenarbeiten reduzieren
  • die Unterstüzung durch Mitschüler ermöglichen
  • die tägliche Arbeit überprüfen
  • sich vergewissern, dass die Anweisungen verstanden wurden

Auffällige Nachteilsausgleiche:

Es handelt sich um wichtige Änderungen des Lehrplans. Inhalte und allgemeine Ziele werden herausgenommen und so das Schwierigkeitsniveau verändert. Diese Änderungen müssen von der regionalen Leitung des MEP genehmigt werden. (Gegenwärtig gibt es solche Adecuaciones nicht an der Schule).

Nachteilsausgleich:

Die Zutritts- und nicht auffälligen Nachteilsausgleiche werden laut Artikel Nr. 47 des Gesetzes für die Gleichberechtigung von Möglichkeiten für Personen mit einer Behinderung VON DEN LEHRERN festgesetzt und angewendet.

Art #47:
Zutritts- und nicht auffällige Nachteilsausgleiche.
"Die Zutritts- und nicht auffälligen Nachteilsausgleiche werden von den Lehrern der Lernanstalt festgesetzt und angewendet.“

Der Nachteilsausgleich wird angewendet, solange der Schüler ihn benötigt, und er wird jedes Jahr bei dem Endbericht über den Schüler neu überprüft. In der Schule ist ein Hilfskomitee vorhanden, das die Anwendung der Adecuaciones überprüft und die Arbeit der Lehrer hinsichtlich der Adecuaciones unterstützt.

Die Schulleitung beaufsichtigt die korrekte Anwendung der Nachteilsausgleiche. Die Nachlässigkeit in der Anwendung der Adecuaciones könnte als ein Verstoß gegen das Gesetz 7600 angesehen werden. Aus diesem Grund hat die Schulleitung das Recht, ihre Anwendung zu verlangen und diejenigen zu bestrafen, die diskriminierend handeln. Die Eltern müssen ebenfalls die von den Lehrern festgesetzten Anordnungen beachten und die Empfehlungen erfüllen, um die Prioritätsbereiche der Schüler zu verbessern.

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